Zum Inhalt der Seite

Schnäppchenpreis für Nachrichtenagentur

Belgrad. Die frühere jugoslawische Nachrichtenagentur Tanjug wird privatisiert. Die im Zweiten Weltkrieg gegründete Agentur sei für den Spottpreis von 761.000 Euro zu haben, berichteten die Zeitungen am Mittwoch in der serbischen Hauptstadt Belgrad unter Berufung auf eine entsprechende Ausschreibung des Staates. Sollte sich kein Käufer finden, wird den Mitarbeitern das Kapital angeboten. Wenn auch die kein Interesse zeigen, wird das Unternehmen geschlossen.

Wie Tanjug ergeht es 37 weiteren Medien im Besitz von Staat und Stadtverwaltungen. Nur 2.800 Euro muss ausgeben, wer die Radiostation der Stadt Medvedja im Süden kaufen will. Ähnlich günstig wird mit 3.400 Euro der Radiosender in der Kreisstadt Valjevo angeboten. Knapp 600.000 Euro kostet der Regionalsender in der Großstadt Sabac. Der TV-Sender in der zweitgrößten Stadt Nis ist für 75.000 Euro zu haben. (dpa/jW)

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2015, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!