Zum Inhalt der Seite

Verleger stellen sich hinter Nordkurier

Neubrandenburg. Im Streit um die Berichterstattung über einen Jäger, der ein totes Reh mit dem Auto über eine Bundesstraße schleifte, hat sich der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) an die Seite des Nordkuriers gestellt. Der Verband reagierte am Dienstag mit Unverständnis auf ein Ermittlungsverfahren gegen den Chefredakteur und Geschäftsführer der Zeitung in Neubrandenburg, Lutz Schumacher. Vorausgegangen war der Strafantrag eines Staatsanwalts wegen Beleidigung, ausgelöst durch einen Kommentar Schumachers in der Zeitung. Er hatte darin einen Redakteur des Nordkurier verteidigt, der einen Jagdfrevler als »Rabauken-Jäger« bezeichnet hatte und deshalb wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. (dpa/jW)

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2015, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!