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Angeklagter ging von Tod der Juden aus

Lüneburg. Dem im Lüneburger Auschwitz-Prozess angeklagten früheren SS-Mann Oskar Gröning war klar, dass wohl kaum ein Jude lebend aus dem Konzentrationslager herauskommen würde. »Ich konnte mir das nicht vorstellen«, sagte der 93jährige am Donnerstag auf Fragen der Nebenklage, die Holocaust-Überlebende und deren Angehörige vertritt. Gröning wird Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen vorgeworfen. Die Nebenklage konzentrierte sich am Donnerstag auf die Frage, ob Gröning tatsächlich nur der »Buchhalter von Auschwitz« war, wie er später genannt wurde, oder öfter auch bei der Selektion eintreffender Juden dabei war. Dann könne ihm auch eine Mittäterschaft an den Morden angelastet werden, argumentierte die Nebenklage. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2015, Seite 4, Inland

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