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Nun doch: Berlin spricht von »Völkermord« an Armeniern

Berlin. Die Fraktionen von SPD und CDU/CSU im Bundestag wollen die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren nun doch als »Völkermord« bezeichnen. Sie stimmen am Dienstag über einen entsprechenden Formulierungsvorschlag ihrer Spitzen ab. Zunächst war der Begriff in dem Papier mit Rücksicht auf die Beziehungen zur Türkei vermieden worden. Nun heißt es in dem Text, das Schicksal der Armenier »steht beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen und der Völkermorde, von denen das 20. Jahrhundert auf so schreckliche Weise gezeichnet ist«. Die Türkei wehrt sich dagegen, die systematische Vernichtung der Armenier 1915 im Osmanischen Reich – dem Vorläuferstaat der Türkei – als Genozid zu bezeichnen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2015, Seite 2, Inland

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