-
12.03.2015
- → Ausland
Australien: Abbott beleidigt Ureinwohner
Sydney. Mit einer Bemerkung zum Lebensstil der Ureinwohner hat Australiens Regierungschef Tony Abbott einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Premier äußerte sich zu Plänen, rund 12.000 Aborigines aus entlegenen Gebieten in Westaustralien umzusiedeln. »Wir können ihnen nicht endlos ihren gewünschten Lebensstil finanzieren«, sagte Abbott. Das Argument, die Ureinwohner lebten dort, wo sie seit Jahrtausenden zu Hause seien, ließ er nicht gelten. »Wenn Sie oder ich beschließen würden, an einem entlegenen Ort zu leben, inwieweit müsste der Steuerzahler dann dafür aufkommen, dort Dienstleistungen bereitzustellen?« fragte Abbott am Mittwoch. Vertreter der Ureinwohner verlangten eine Entschuldigung. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!