Zum Inhalt der Seite

Auschwitz-Wachmann: 170.000mal Mordbeihilfe

Dortmund. Nach der Anklage gegen einen 93jährigen ehemaligen SS-Mann aus Lippe hat das Detmolder Landgericht nun weitere Details bekanntgegeben. Zwischen Januar 1943 und Juni 1944 soll der Mann in mindestens 170.000 Fällen Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Auschwitz geleistet haben. Das zitierte das Gericht am Montag aus der Anklageschrift der Dortmunder Staatsanwaltschaft. So habe der Wachmann die tausendfachen Tötungen der Lagerinsassen fördern oder zumindest erleichtern wollen. Er habe auch ankommende Transporte und die Selektion bewacht. Der Angeklagte habe eingeräumt, in Auschwitz eingesetzt worden zu sein. Er bestreite aber, an den Tötungen beteiligt gewesen zu sein. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2015, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!