Zum Inhalt der Seite

Die Linke: Mehr Hilfe für Sozialbestattungen

Berlin. Immer mehr Menschen können sich die Bestattung ihrer verstorbenen Angehörigen nicht leisten. Im Jahr 2013 bekamen nach Angaben des statistischen Bundesamtes knapp 23.500 Menschen finanzielle Hilfe, 2006 waren es noch 13.800. Auch die Kosten für Sozialbestattungen sind in diesem Zeitraum gestiegen: Die Sozialämter unterstützten Angehörige 2013 mit etwa 60,6 Millionen Euro. 2006 lagen die Ausgaben noch bei 41,3 Millionen. Welche Leistungen übernommen werden, ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Die Linke) warnte mit Blick auf zunehmende Altersarmut vor einem weiteren Anstieg. Sie fürchtet angesichts der steigenden finanziellen Belastung, dass die Kommunen die Kostenübernahme absenken könnten. »Dabei wäre es in vielen Regionen notwendig, die Leistungen anzuheben, um auch armen Menschen ein würdevolles Begräbnis zuteil werden zu lassen.« Ein sichtbares Armenbegräbnis sei eines Sozialstaates unwürdig. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2015, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!