Zum Inhalt der Seite

Videoüberwachung bei Primark wird geprüft

Berlin. Wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den Daten- und Arbeitsschutz steht die irische Billigtextilkette Primark im Visier mehrerer deutscher Behörden. In Niedersachsen und Berlin prüften derzeit die Datenschutzbehörden die Videoüberwachung der Mitarbeiter, berichtete die Welt am Sonntag. »Primark hat in manchen Bereichen gegen das Datenschutzrecht verstoßen«, erklärte die niedersächsische Datenschutzbehörde demnach. »Wir erwarten von Primark, dass die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten, aber auch der Kunden geachtet werden und dass sich Primark beim Einsatz von Kameras an die Datenschutzbestimmungen hält«, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes und zuständig für den Handel dem Blatt. Dem Bericht zufolge verhandelt der Betriebsrat in Hannover derzeit mit Primark über eine Betriebsvereinbarung zum Einsatz der Videoüberwachung, die für alle Filialen gelten soll.

Primark mit Hauptsitz in Dublin unterhält Läden in mehreren europäischen Ländern, auch in Deutschland. Im vergangenen Sommer war das Unternehmen wegen des Vorwurfs menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern und Dumpinglöhnen in die Kritik geraten. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!