Zum Inhalt der Seite

Hochqualifiziert und lange Zeit erwerbslos

Nürnberg. Drei von vier erwerbslosen Hartz-IV-Empfängern sind bereits seit längerer Zeit ohne Arbeit. Sie sind in den vergangenen zwei Jahren mindestens 21 Monate nicht beschäftigt gewesen, wie aus einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht. Im Juli hätten von rund 4,4 Millionen erwerbslosen Hartz-IV-Beziehern 3,1 Millionen in den vergangenen zwei Jahren höchstens drei Monate gearbeitet, berichtete ein BA-Sprecher am Montag.

Fast jeder zehnte Langzeitbezieher von Hartz IV hat einen höheren Schulabschluss oder studiert. Das geht ebenfalls aus am Montag bekanntgewordenen Zahlen der BA hervor. Der Statistik zufolge gab es Ende Juli gut 2,2 Millionen als arbeitssuchend registrierte Hartz-Empfänger. Von diesen Langzeitbeziehern, die in den vergangenen zwei Jahren länger als 21 Monate hilfebedürftig waren, hatten 134.546 Abitur und weitere 75.338 die Fachhochschulreife. Insgesamt stieg die Zahl im Vergleich zum Juli 2013 um knapp drei Prozent an. 65.921 der Langzeitbezieher von Hartz IV haben eine akademische Ausbildung absolviert. (dpa/AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!