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Stolperstein für schwules Naziopfer

Bochum. Am heutigen Mittwoch (10. Dezember) werden in Bochum insgesamt 15 weitere sogenannte Stolpersteine verlegt. Die kleinen Messingtafeln werden vor den früheren Wohnhäusern von Opfern des Faschismus in den Bürgersteig eingelassen, um an diese zu erinnern. Einer der in Bochum heute neu verlegten Stolpersteine erinnert an das schwule Naziopfer Franz Joseph Koch, der 1942 ermordet wurde. Die Bochumer Selbsthilfeorganisation »Rosa-Strippe«, die eine kleine Biographie über Koch veröffentlicht hat, erinnert darin auch an die Verfolgung schwuler Männer nach der Befreiung vom Faschismus. »Diejenigen Homosexuellen, die die NS-Zeit überlebten, wurden nach dem 8. Mai 1945 weiter verfolgt. Der Strafrechtsparagraph 175 bestand in Westdeutschland in der verschärften Nazifassung bis 1969.« Erst seit 1994 würden homosexuelle Männer in Deutschland nicht mehr strafrechtlich verfolgt. (bern)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2014, Seite 15, Antifaschismus

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