-
20.11.2014
- → Inland
Pro Asyl kritisiert Kindeswohlgefährdung
Frankfurt am Main. Zum heutigen 25. Jahrestags der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention hat die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl deren mangelhafte Umsetzung kritisiert. Besonders ein aktueller Gesetzentwurf der bayerischen Landesregierung, der vorsieht, zukünftig auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einem bundesweiten Verteilungsmechanismus zu unterwerfen, verletze das Kindeswohl. Statt des Weiterreichens an andere Stellen bräuchten die Kinder Stabilität und »das Gefühl der Sicherheit«. Marei Pelzer, rechtspolitische Referentin von Pro Asyl, erklärte dazu: »Wer die Kinderrechte ernst nimmt, darf Minderjährige nicht als reinen Kostenfaktor betrachten.« Der Initiative Bayerns lägen hingegen rein fiskalische Gesichtspunkte zugrunde. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!