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Fatah-Führer muss in Isolationshaft

Tel Aviv. Als Reaktion auf einen öffentlichen Brief muss der Fatah-Führer Marwan Barghuti sieben Tage in Isolationshaft. Dazu sei er nach einer disziplinarischen Anhörung verurteilt worden, sagte ein Sprecher der israelischen Gefängnisbehörde am Mittwoch. Er hätte die Veröffentlichung vorab genehmigen lassen müssen. Der inhaftierte Barghuti hatte die Palästinenser in einem offenen Brief dazu aufgefordert, den Widerstand zu stärken. »Dies sei der einzige Weg, die Besatzung zu beenden, Freiheit zu erreichen, die Flüchtlinge zurückzuholen und Unabhängigkeit zu sichern«, zitierte die israelische Zeitung Haaretz das Dokument, das Barghuti anlässlich des zehnten Todestags von Jassir Arafat am Dienstag veröffentlicht hatte. Barghuti, einer der Anführer der zweiten palästinensischen Intifada, ist seit April 2002 inhaftiert und wurde 2004 wegen »Beteiligung an antiisraelischen Anschlägen« von einem Gericht in Israel zu fünfmal lebenslanger Haft verurteilt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2014, Seite 1, Ausland

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