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Promi-Kampagne für Sterbehilfe

Berlin. Mit prominenten Unterstützern wie Liedermacher Konstantin Wecker wehrt sich ein Bündnis mehrerer Organisationen gegen schärfere Regeln bei der Sterbehilfe. »Wir meinen, so wie es ein Recht auf Erste Hilfe gibt, das dafür sorgt, dass unser Leben im Notfall gerettet wird, sollte es auch ein Recht auf letzte Hilfe geben«, sagte Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), am Freitag in Berlin. Die von der GBS und der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) initiierte Kampagne fordert, dass das Strafrecht bei der Sterbehilfe nicht verändert werden solle. Am Freitag wurde der Tod eines Unterstützers, des Ex-MDR-Intendanten Udo Reiter, bekannt. Die Polizei geht von Suizid aus. Aktive Sterbehilfe bzw. Tötung auf Verlangen ist in Deutschland verboten. Beihilfe zur Selbsttötung, z.B. das Besorgen von Gift, ist hingegen nicht strafbar. Der Bundestag will aber 2015 über eine Gesetzesreform entscheiden, mit der auch dies möglicherweise unter Strafe gestellt werden soll. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2014, Seite 4, Inland

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