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Ausspähung privater Konten nimmt zu

Berlin. Die Ausspähung privater Kontobewegungen durch deutsche Behörden nimmt immer mehr zu. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion zur Verarbeitung privater Kontodatendaten durch Polizeien und Geheimdienste. Das US-Finanzministerium erhält demnach auf Anfrage Informationen über internationale Finanztransaktionen, Stammdaten, Post- oder Mailadressen der Kontoinhaber und sogar deren Telefonnummern. »Diese Maßnahmen greifen tief in die Grundrechte ein«, so der Linke-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2014, Seite 2, Inland

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