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Überprüfung des »Euro Hawk«-Auftrags

Berlin. Das Verteidigungsministerium wehrt sich gegen Vorwürfe, die Kontrolle des Drohnenprojekts »Euro Hawk« behindert zu haben. Die beauftragten Gutachter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hätten stets Zugang zu allen notwendigen Informationsquellen gehabt, sagte ein Sprecher von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Sonntag in Berlin. Der Spiegel berichtete unter Berufung auf eine unveröffentlichte Langfassung des Gutachtens, das Nachfolgeprojekt für die gescheiterte Drohne »Euro Hawk« sei durch »mündliche Weisung« und »ohne Begründung und Spezifikation« im Dezember 2013 als geheim eingestuft worden. Zum Vorgang gehörende Akten seien deshalb in der Amtszeit von der Leyens vernichtet worden. Die KPMG-Stellungnahme bescheinigt dem Verteidigungsministerium und der Bundeswehr zudem schwere Mängel und Misswirtschaft bei Großprojekten. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2014, Seite 5, Inland

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