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Barclays kommt billig davon

London. Weil Barclays Geld von Kunden nicht ausreichend geschützt hat, muß die britische Großbank eine Strafe von 37,7 Millionen Pfund (48 Millonen Euro) zahlen. Das entschied die britische Finanzaufsicht am Dienstag. Der Behörde zufolge waren zwischen 2007 und Januar 2012 Kundenvermögen von insgesamt 16,5 Milliarden Pfund unnötigen Risiken ausgesetzt, falls Barclays insolvent geworden wäre.

Vor drei Jahren hatte die Bank wegen eines ähnlichen Vergehens schon einmal 1,1 Millionen Pfund zahlen müssen. Nach Konzernangaben habe man von dem »Regelverstoß« nicht profitiert. Es seien zudem keine Kunden geschädigt worden. Barclays war in jüngster Zeit in zahlreiche weitere Bankskandale verwickelt. Die Strafzahlungen haben meist keine Auswirkungen auf die verursachenden Manager. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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