Zum Inhalt der Seite

Ver.di weist Kurs bei Karstadt zurück

Göttingen. In der ersten Runde der Karstadt-Tarifgespräche nach der Übernahme durch den Österreicher René Benko hat die Gewerkschaft ver.di den vorgesehenen »Sparkurs« des Unternehmens zurückgewiesen. Die vorgelegten Pläne seien für die Beschäftigten unzumutbar, sagte ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes nach der Sitzung am vergangenen Freitag in Göttingen. Die Kapitalseite hätten unter anderem eine Verlängerung der tariflichen Regelarbeitszeit sowie einen weiteren Verzicht auf Tariferhöhungen in den kommenden Jahren gefordert. Auch ein Vorstoß zur Streichung des Weihnachtsgeldes sei von ver.di nicht akzeptiert worden, so daß die Zahlung in diesem Jahr für die rund 17000 Karstadt-Mitarbeiter gesichert sei. Die Gewerkschaft halte an ihrer Forderung nach einer Rückkehr in die Tarifbindung sowie nach einer Standort- und Beschäftigungssicherung fest, berichtete Peukes. In dem Gespräch seien auch die Sanierungspläne vorgelegt worden, die laut Peukes die Streichung von 2000 Arbeitsplätzen vorsehe.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!