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Studie kritisiert US-Militär

Berlin. Amnesty International hat der US-Militärjustiz schwere Versäumnisse bei der Aufklärung möglicher Kriegsverbrechen in Afghanistan vorgeworfen. »Selbst offensichtliche Hinweise auf Kriegsverbrechen wurden ignoriert und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen«, sagte Amnesty-Generalsekretärin für Deutschland, Selmin Caliskan, zu einem 108seitigen Bericht der Organisation. Darin werden zehn Luftangriffe und nächtliche Razzien der US-Streitkräfte beschrieben, bei denen nach Amnesty-Recherchen 140 Zivilisten ums Leben gekommen sind. Die Organisation befragte 125 Zeugen und Angehörige von Opfern. Obwohl die US-Armee in den meisten Fällen Untersuchungen angekündigt habe, seien die Angehörigen und Augenzeugen fast nie angehört worden. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2014, Seite 4, Inland

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