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Maßstab gesetzt

Der Schauspieler Günter Junghans ist am Sonntag im Alter von 73 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit bei Berlin gestorben. Der gebürtige Leipziger arbeitete nach einer Maschinenschlosserlehre zunächst im Stahlbau, studierte ab 1959 an der Hochschule für Filmkunst in Babelsberg. Über das Hans-Otto-Theater Potsdam kam er zur Berliner Volksbühne, zu deren Ensemble er von 1970 bis 1991 gehörte. Vor der Kamera stand er u.a. für Joachim Kunerts Antikriegsfilm »Die Abenteuer des Werner Holt« (1965) nach dem Roman von Dieter Noll und für Frank Beyers »Der Aufenthalt«. 1983 erhielt Junghans »für seine maßstabsetzenden künstlerischen Leistungen als Schauspieler« den Kunstpreis der DDR. Nach dem Mauerfall war der Schauspieler mit den Lachfältchen u.a. in Helmut Dietls »Schtonk«, in »Klemperer« von Andreas Kleinert und in mehreren »Tatort«-Folgen zu sehen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2014, Seite 13, Feuilleton

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