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Journalisten im Norden streiken

Lübeck. Vor der nächsten Verhandlungsrunde für die Zeitungsverlage in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern machen die Redakteure Druck: Bereits seit vergangenem Freitag sind die Redaktionen der Ostsee-Zeitung, der Lübecker Nachrichten, der Kieler Nachrichten und der Dithmarscher Landeszeitung dem Streikaufruf ver.dis und des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) gefolgt. Dies teilte ver.di am Montag mit, während in Lübeck eine Demonstration der Streikenden stattfand. Hintergrund sei demnach, daß der Verband der Zeitungsverlage Norddeutschlands (VZN) in der Tarifrunde von einem vorher mitverhandelten Tarifergebnis auf Bundesebene überraschend zurückgetreten sei und Ende Juli angekündigt hatte, dieses unterlaufen zu wollen. »Ein Einkommensdumping für Jungredakteure im Vergleich zu den gerade bundesweit abgeschlossenen Tarifregelungen werden die Streikenden nicht dulden. Wir gehen mit unserer Verhandlungskommission gestärkt in die Verhandlung und fordern die Verleger auf, schleunigst zur Vernunft und zur tarifpolitischen Realität zurückzukehren«, erklärte der ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. Die Tarifverhandlungen sollen am heutigen Dienstag in Hamburg fortgesetzt werden. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2014, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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