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12.08.2014
- → Betrieb & Gewerkschaft
Karstadt: Ver.di fordert Bekenntnis
Düsseldorf. Ver.di drängt die Karstadt-Eigner, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Kette vorzulegen. Die Gewerkschaft forderte die Investoren Nicolas Berggruen und René Benko bei der Sitzung ihrer Karstadt-Tarifkommission am Freitag in Kassel zudem dazu auf, ein eindeutiges Bekenntnis zu der mit Verlusten kämpfenden Warenhauskette und damit zur Sicherung der Arbeitsplätze abzulegen. Es würden seit dem Abgang von Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt von seiten des Managements immer wieder Spekulationen um Filialschließungen geschürt, kritisierte ver.di-Vertreter Arno Peukes. Die schwierige Lage des Konzerns könne nur durch Investitionen der Eigner gelindert werden, betonte Peukes: »Die Eigentümer tragen die Verantwortung für die Arbeitsplätze und damit die Existenzen der Beschäftigten und ihrer Familien.« Erst im Juli war eine Sitzung des Karstadt-Aufsichtsrats verschoben worden, bei der über den weiteren Weg des Konzerns und Schritte zu seiner Sanierung beraten werden sollte. Diese wird nun für die zweite Augusthälfte erwartet.
Berggruen hatte Karstadt 2010 für einen symbolischen Euro aus der Insolvenz übernommen und später die Mehrheit an den Luxushäusern wie dem Berliner KaDeWe sowie den Sportgeschäften an den österreichischen Investor René Benko veräußert. Benko besitzt auch eine Reihe von Karstadt-Immobilien.
(Reuters/jW)
Berggruen hatte Karstadt 2010 für einen symbolischen Euro aus der Insolvenz übernommen und später die Mehrheit an den Luxushäusern wie dem Berliner KaDeWe sowie den Sportgeschäften an den österreichischen Investor René Benko veräußert. Benko besitzt auch eine Reihe von Karstadt-Immobilien.
(Reuters/jW)
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