Zum Inhalt der Seite

Staatsanwalt prüft Spionageverdacht

Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth prüft den Fall des möglicherweise vom US-Geheimdienst NSA ausspionierten Erlanger Studenten Sebastian Hahn. Die Behörde habe Vorermittlungen aufgenommen, sagte eine Sprecherin. Als mögliches Delikt gilt der Staatsanwaltschaft derzeit das »Abfangen von Daten«. Sollte sich der Anfangsverdacht für eine geheimdienstliche Agententätigkeit ergeben, werde die Bundesanwaltschaft informiert. Hahn soll laut Medienberichten von der NSA ausgespäht worden sein. Der Geheimdienst wollte über ihn an Nutzer eines sogenannten Tor-Netzwerkes kommen, das vor Überwachung im Internet schützen soll.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!