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EU: Bulgarien darf Banken retten

Brüssel. Nach massenhaften Abhebungen durch Kunden bei zwei großen Geldhäusern darf Bulgarien sein Bankensystem mit einem milliardenschweren Notkredit stabilisieren. Die EU-Kommission »erlaubte« dem bulgarischen Staat, den betroffenen Instituten mit einer Finanzspritze von 3,3 Milliarden Lew (1,6 Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen. Diese Maßnahme sei »angemessen und erforderlich, um unter den besonderen Umständen genügend Liquidität für den Bankensektor zu gewährleisten«, teilte die EU-Behörde am Montag in Brüssel mit.

Nach Angaben der EU-Kommission hatten in der vergangenen Woche »mutmaßliche Kriminelle« die Corporate Commercial Bank (KTB) und die First Investment Bank (Fibank) attackiert, indem sie deren Kunden durch Internetmeldungen und SMS zur Abhebung ihrer Guthaben drängten. Wegen eines Ansturms der Kunden hätten beide Banken vorübergehend schließen müssen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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