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Rechtsanspruch für Kanadas Indigene

Montreal. Kanadas Oberstes Gericht hat in einem historischen Urteil den Anspruch einer Gruppe von Ureinwohnern auf ihr altes Siedlungsgebiet anerkannt. Die rund 3000 Angehörigen der halbnomadischen Volksgruppe der Tsilhqot’in hätten das »historische Recht« zur Besiedlung und Nutzung eines Gebiets von 2000 Quadratkilometern in der westlichen Provinz British Columbia, urteilte das Gericht am Donnerstag. Das Urteil könnte weitreichende Bedeutung für andere indigene Völker haben und sich auf zahlreiche Minen-, Forst- und andere Wirtschaftsprojekte auswirken. Es bedeutet jedoch nicht, daß die Tsilhqot’in vollständig über ihr Land verfügen können. Die Regierung braucht für künftige Wirtschaftsprojekte lediglich die Zustimmung der Ureinwohner, wenn sie nicht ein übergeordnetes öffentliches Interesse nachweist und die Ureinwohner für ihre Verluste entschädigt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2014, Seite 7, Ausland

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