Zum Inhalt der Seite

»Der schlechteste Boß der Welt«

Berlin. Der Preis für den schlechtesten Boß der Welt geht an: Jeff Bezos, Konzernchef von Amazon. Den Negativpreis vergab der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) am Donnerstag während seiner dritten Konferenz, die vergangene Woche in Berlin stattfand. Der IGB repräsentiert nach eigenen Angaben 180 Millionen Beschäftigte, zur Konferenz trafen sich 1500 Delegierte aus 161 Ländern. »Die Macht der Unternehmen ist außer Kontrolle geraten, sie schüchtern die Regierungen ein, indem sie mit Kapitalflucht drohen. Die Gier des einen Prozent ist für unsere Parlamente von größerem Interesse als die Bedürfnisse der 99 Prozent«, begründete Sharan Burrow, IGB-Generalsekretärin, warum diese Wahl nötig war. »Amazon behandelt seine Angestellten in Deutschland wie Roboter«, so Burrow weiter: »Angestellte werden dafür gemaßregelt, miteinander zu sprechen, oder sogar, wenn sie eine kurze Pause machen, um einmal durchzuatmen.« (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2014, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!