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27.05.2014
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Thailand: Militärputsch per Dekret gebilligt
Bangkok. Thailands Juntachef Prayuth Chan-ocha (Foto) macht vier Tage nach dem Militärputsch keine Anstalten, zügig zu Demokratie und Wahlen zurückzukehren. Nachdem er sich am Montag per königlichem Dekret als Regierungschef bestätigen ließ, sagte er Reportern auf die Frage, wann Wahlen stattfinden: »Wenn es keine politischen Konflikte mehr gibt, können wir zur Normalität zurückkehren.«
Prayuth rechtfertigte den Putsch mit den politischen Spannungen seit vielen Jahren. Der Anführer der Regierungsgegner, Suthep Thaugsuban, wurde aus dem Armeegewahrsam entlassen. Soldaten brachten Suthep zur Staatsanwaltschaft, wo eine Anklage gegen ihn wegen Mordes verlesen wurde. Suthep sei gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 600000 Baht (13500 Euro) auf freien Fuß gesetzt worden, berichtete die Zeitung Bangkok Post.
Unterdessen formierte sich in Bangkok am Montag erneut Widerstand gegen die Militärherrschaft. Mehrere hundert Menschen kamen am Freiheitsdenkmal zusammen, berichteten Augenzeugen. (dpa/jW)
Prayuth rechtfertigte den Putsch mit den politischen Spannungen seit vielen Jahren. Der Anführer der Regierungsgegner, Suthep Thaugsuban, wurde aus dem Armeegewahrsam entlassen. Soldaten brachten Suthep zur Staatsanwaltschaft, wo eine Anklage gegen ihn wegen Mordes verlesen wurde. Suthep sei gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 600000 Baht (13500 Euro) auf freien Fuß gesetzt worden, berichtete die Zeitung Bangkok Post.
Unterdessen formierte sich in Bangkok am Montag erneut Widerstand gegen die Militärherrschaft. Mehrere hundert Menschen kamen am Freiheitsdenkmal zusammen, berichteten Augenzeugen. (dpa/jW)
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