Zum Inhalt der Seite

Thailand: Militärputsch per Dekret gebilligt

Bangkok. Thailands Juntachef Prayuth Chan-ocha (Foto) macht vier Tage nach dem Militärputsch keine Anstalten, zügig zu Demokratie und Wahlen zurückzukehren. Nachdem er sich am Montag per königlichem Dekret als Regierungschef bestätigen ließ, sagte er Reportern auf die Frage, wann Wahlen stattfinden: »Wenn es keine politischen Konflikte mehr gibt, können wir zur Normalität zurückkehren.«

Prayuth rechtfertigte den Putsch mit den politischen Spannungen seit vielen Jahren. Der Anführer der Regierungsgegner, Suthep Thaugsuban, wurde aus dem Armeegewahrsam entlassen. Soldaten brachten Suthep zur Staatsanwaltschaft, wo eine Anklage gegen ihn wegen Mordes verlesen wurde. Suthep sei gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 600000 Baht (13500 Euro) auf freien Fuß gesetzt worden, berichtete die Zeitung Bangkok Post.


Unterdessen formierte sich in Bangkok am Montag erneut Widerstand gegen die Militärherrschaft. Mehrere hundert Menschen kamen am Freiheitsdenkmal zusammen, berichteten Augenzeugen. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2014, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!