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Im Libanon droht Machtvakuum

Beirut. »Beendet diese Komödie und arbeitet für das Interesse des Libanons«: Mit diesem Spruch haben Demonstranten in Beirut die Abgeordneten vor dem Parlament empfangen. Trotzdem scheiterten die Parlamentarier am Donnerstag zum vierten Mal mit dem Versuch, einen neuen Staatspräsidenten zu wählen. Der Block der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah boykottierte die Sitzung am Donnerstag. Dadurch wurde das erforderliche Quorum von zwei Drittel der 128 Abgeordneten nicht erreicht. Parlamentspräsident Nabih Berri beraumte eine neue Sitzung für den 22. Mai an. Im Libanon kann nur ein maronitischer Christ Präsident werden. Die Amtszeit von Präsident Michel Suleiman endet am 25. Mai. Sollten sich der Hisbollah-Block und das rivalisierende Lager um die sunnitische Zukunftsbewegung bis dahin nicht auf einen Kandidaten einigen, droht ein Vakuum. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2014, Seite 6, Ausland

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