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AKW-Gegner überrumpelt

Castor-Transport in Bayern gestartet

Ein Castor-Transport mit Atommüll ist am Montag vom bayerischen Atomkraftwerk Gundremmingen nach Frankreich gestartet. Die Atomgegner waren nach Angaben der Protestaktion »Tag K« auf diesen Transport weitgehend unvorbereitet und veranstalteten lediglich eine Mahnwache.

Während die Fahrt dieses Zuges durch Bayern und Baden- Württemberg ungestört verlief, versammelten sich unweit des Reaktors Krümmel bei Hamburg mehrere hundert Atomgegner. Nach Angaben der Atomkraftgegner war für Montag ursprünglich ein Castor-Transport von 22 abgebrannten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk zur Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in England geplant. Ein Sprecher der Polizei erklärte, die Genehmigung des Bundesumweltministeriums für den Transport gelte bis Mittwoch. Ein Sprecher der Atomkraftgegner sagte: »Wir warten alle, daß es losgeht.« Neben den zwei Castor- Behältern aus dem Kernkraftwerk Krümmel sollen laut Informationen der Atomkraftgegner sieben weitere am kommenden Mittwoch im französischen Dunkerque zur Verladung auf ein Schiff nach England gebracht werden.

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Bei einer ersten Blockadeaktionen waren sechs Teilnehmer vorübergehend festgenommen worden. Zwei von ihnen befanden sich aufgrund eines richterlichen Beschlusses auch am Montag noch in Polizeigewahrsam. Sie hatten rund eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges versucht, mit einer Gleisblockade den Transport zu verhindern. Die Polizei setzte schichtweise rund 620 Beamte ein, um dem Atomzug freie Fahrt zu ermöglichen. An den Gleisanlagen seien »einige Unerhöhlungen festgestellt worden, und an einer Stelle wurde die Schiene etwa fünf Millimeter tief angesägt«.

(jW/AFP/AP)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.1997, Seite 0, Inland

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