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12.05.2014
- → Kapital & Arbeit
Widerstand gegen Pfizer-Astra-Pläne
London/Washington. Gegen die Pläne des US-Pharmagiganten Pfizer, seinen britischen Rivalen Astra-Zeneca zu übernehmen, wächst auch in den Vereinigten Staaten der Widerstand. Die Furcht vor dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze rief nach der britischen Regierung am Wochenende auch US-Politiker auf den Plan, weil Astra auch in ihren Wahlkreisen viele Menschen beschäftigt.
Pfizer möchte den unwilligen Konzern für 106 Milliarden Dollar kaufen und ist bekannt dafür, nach Übernahmen im großen Stil Stellen zu streichen. Die Amerikaner sollen ihre Pläne am Dienstag und Mittwoch vor dem britischen Parlament verteidigen.
Die demokratischen US-Abgeordneten John Delaney aus Maryland und Katherine Clark aus Massachusetts kündigten an, sich für den Erhalt der Jobs einzusetzen. Astra-Zeneca beschäftigt Mitarbeiter in den Bezirken von zwölf Kongreßmitgliedern, unter anderem in dem des republikanischen Präsidenten des Repräsentantenhauses, John Boehner. Der Kongreß wird im November neu gewählt. Auch die britische Regierung fordert von Pfizer verbindliche Zusagen, daß heimische Arbeitsplätze für Hochqualifizierte und in der Forschung erhalten blieben.
Sollte Pfizer Astra kaufen, wäre es die größte Übernahme eines britischen Unternehmens durch einen ausländischen Bieter. Astra hat das Angebot als viel zu niedrig abgelehnt. Pfizer-Chef Ian Read versprach in einer am Samstag verbreiteten Videobotschaft den Erhalt der Jobs in Großbritannien. Zuvor hatte er jedoch betont, die Zusage gelte nur, wenn sich die Umstände nicht signifikant änderten.
(Reuters/jW)
Pfizer möchte den unwilligen Konzern für 106 Milliarden Dollar kaufen und ist bekannt dafür, nach Übernahmen im großen Stil Stellen zu streichen. Die Amerikaner sollen ihre Pläne am Dienstag und Mittwoch vor dem britischen Parlament verteidigen.
Die demokratischen US-Abgeordneten John Delaney aus Maryland und Katherine Clark aus Massachusetts kündigten an, sich für den Erhalt der Jobs einzusetzen. Astra-Zeneca beschäftigt Mitarbeiter in den Bezirken von zwölf Kongreßmitgliedern, unter anderem in dem des republikanischen Präsidenten des Repräsentantenhauses, John Boehner. Der Kongreß wird im November neu gewählt. Auch die britische Regierung fordert von Pfizer verbindliche Zusagen, daß heimische Arbeitsplätze für Hochqualifizierte und in der Forschung erhalten blieben.
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Sollte Pfizer Astra kaufen, wäre es die größte Übernahme eines britischen Unternehmens durch einen ausländischen Bieter. Astra hat das Angebot als viel zu niedrig abgelehnt. Pfizer-Chef Ian Read versprach in einer am Samstag verbreiteten Videobotschaft den Erhalt der Jobs in Großbritannien. Zuvor hatte er jedoch betont, die Zusage gelte nur, wenn sich die Umstände nicht signifikant änderten.
(Reuters/jW)
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