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NSA-Ausschuß will Snowden vernehmen

Berlin. Der NSA-Untersuchungsausschuß will den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden als Zeugen vernehmen – der Ort dafür ist aber weiter offen. Der Beschluß zur Vernehmung erfolgte einstimmig, wie die Linken-Obfrau im Ausschuß, Martina Renner, mitteilte. Ob der Whistleblower in der Bundesrepublik oder Rußland bzw. per Video vernommen wird, soll nun zunächst mit Snowdens Anwalt geklärt werden, hieß es nach gut vierstündigen Beratungen. Linksfraktion und Grüne plädierten erneut für eine Befragung in Berlin, CDU und CSU schlossen dies hingegen weiterhin aus. Als möglichen Termin nannten die Unionsparteien den 3. Juli. Insgesamt sollen 100 Zeugen gehört werden, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2014, Seite 1, Inland

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