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Ruanda: Gedenken an Völkermord

Kigali. 20 Jahre nach dem Beginn des Völkermordes in Ruanda haben am Montag Überlebende im ganzen Land der Opfer gedacht. Zudem begann eine einwöchige offizielle Trauerzeit, während der keine öffentlichen Veranstaltungen erlaubt sind. Bei den Massakern von Hutu-Milizen an der ethnischen Tutsi-Minderheit wurden mehr als 800 000 Menschen mit Macheten und Knüppeln ermordet. Im Vorfeld des Gedenkens hatte Präsident Paul Kagame Frankreich erneut vorgeworfen, eine aktive Rolle dabei gespielt zu haben. Die französische Justizministerin Christiane Taubira sagte daraufhin ihre Reise zur Gedenkfeier ab, der französische Botschafter Michel Flesch sollte statt dessen daran teilnehmen. Er wurde allerdings am späten Sonntag abend von ruandischer Seite ausgeladen.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.04.2014, Seite 2, Ausland

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