-
19.02.2014
- → Ausland
Nutzer von Wikileaks ausgespäht
Berlin. Der britische Geheimdienst GCHQ hat offenbar gezielt die Leser der Internetseite Wikileaks beobachtet. Eine geheime Präsentation des Nachrichtendienstes aus dem Jahr 2012 zeigt, wie die Aufrufe der Webseite analysiert wurden. Journalisten veröffentlichten das Dokument aus den Unterlagen Edward Snowdens am Dienstag auf der Webseite The Intercept. Es zeigt Aufrufe der Internetseite im Februar 2012. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte mehrfach geheime Dokumente der US-Regierung veröffentlicht. Das Programm, das GCHQ benutzte, läßt sich kostenlos im Internet herunterladen. Im Gegensatz zu Webseitenbetreibern, die die Aufrufe der eigenen Angebote verfolgen, verwendete der Geheimdienst die Software offenbar, um die Nutzer der Internetseiten zu lokalisieren. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
