Razzia bei Sig Sauer wegen Waffenausfuhr
Eckernförde. Wegen des Verdachts auf Lieferung von rund 70 Pistolen an die Garde des Präsidenten von Kasachstan haben Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch Betriebsräume des Waffenherstellers Sig Sauer in Eckernförde durchsucht. Es seien Unterlagen beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz und gegen das Waffengesetz. Nachdem das Unternehmen für eine Lieferung nach Kasachstan keine Genehmigung bekommen habe, habe eine Niederlassung in den USA das Geschäft im Jahr 2010 abgewickelt, hieß es. Für die Genehmigung zur Ausfuhr in die USA sei der amerikanische Zivilmarkt als Abnehmer angegeben worden. Die Pistolen seien dann aber nach Kasachstan gegangen. Sig Sauer wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. (dpa/jW)
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