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Malis Expräsident droht Prozeß

Bamako. Die malische Regierung strebt gegen den früheren Präsidenten Amadou Touré einen Prozeß wegen Hochverrats an. Dem vor 20 Monaten gestürzten Staatschef werde vorgeworfen, keinen Widerstand gegen das Eindringen ausländischer Kräfte in das Land geleistet zu haben, erklärte ein Sprecher der Justizbehörden am Samstag. Touré habe »gezielt« die Streitkräfte geschwächt und ihre Moral beschädigt. Die Regierung habe den Obersten Gerichtshof aufgefordert, ein Verfahren anzustrengen. Dieser wiederum habe das Parlament eingeschaltet, das ein Sondergericht beauftragen müsse. Touré wurde im März 2012 nach zehnjähriger Amtszeit von einer Gruppe unzufriedener Soldaten gestürzt. Sie warfen ihm vor, die Armee im Kampf gegen Tuareg-Rebellen im Norden des Landes im Stich gelassen zu haben. Später entsandte die einstige Kolonialmacht Frankreich Truppen nach Mali. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2013, Seite 6, Ausland

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