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54 Festnahmen in Ägypten

Kairo. Nach der Einstufung der islamistischen Muslimbruderschaft als Terrorvereinigung sind in Ägypten mindestens 54 Mitglieder der Organisation festgenommen worden. Dies berichtete die Tageszeitung Al-Ahram am Freitag. Unter den Verhafteten sei auch ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter der Partei Freiheit und Gerechtigkeit, des politischen Arms der Bruderschaft, aus der Metropole Alexandria, hieß es in Medienberichten. Die Festnahmen am Donnerstag erfolgten wegen »Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung«. Unter derselben Anschuldigung wurden allein in der Provinz Al-Scharkija 16 Mitglieder der Bruderschaft verhaftet. Die Bruderschaft rief ihre Anhänger zu einer »Woche des Zorns« von Freitag an auf, um gegen den Regierungsbeschluß zu protestieren.

Bei Zusammenstößen zwischen studentischen Anhängern der verbotenen Muslimbruderschaft und deren Gegnern wurde indes in Kairo ein Student getötet. Zu den Krawallen kam es in der Nacht zum Freitag, als die Studenten die Straße vor ihrem Wohnheim im Außenbezirk Nasr City mit Barrikaden absperrten und empörte Anwohner mit Schrotgewehren auf sie losgingen, berichtete das staatliche Fernsehen.(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2013, Seite 7, Ausland

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