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US-Gericht läßt Daimler unbehelligt

New York. Daimler und Rheinmetall können vor einem US-Gericht nicht für die Taten von Südafrikas Apartheid-Regime mitverantwortlich gemacht werden. Die New Yorker Bezirksrichterin Shira Scheindlin wies am Donnerstag entsprechende Klagen ab. Apartheid-Opfer hatten den Firmen vorgeworfen, durch ihre Geschäfte mit der damaligen südafrikanischen Regierung Gewalt und Rassentrennung unterstützt zu haben. Die Klagen in den USA laufen seit 2002 auf der Grundlage eines Gesetzes, nach dem US-Gerichte Völkerrechtsverletzungen auch außerhalb der Landesgrenzen ahnden können. Die Kläger hätten jedoch nicht hinreichend dargelegt, warum sich die USA einmischen sollten, erklärte Scheindlin. Gleichlautende Klagen gegen die US-Konzerne Ford und IBM ließ sie weiterlaufen.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2013, Seite 6, Ausland

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