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Paris: Klagen wegen Impfstoffs

Paris. Nach der Klage einer 18jährigen wegen des Impfstoffs gegen Gebärmutterhalskrebs Gardasil haben Anwälte in Paris mindestens drei weitere Klagen angekündigt. Drei junge Frauen würden unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und irreführender Werbung gegen das Pharmaunternehmen Sanofi Pasteur vor Gericht ziehen, kündigte Anwältin Camille Kouchner vergangenen Sonntag an. Die 18jährige, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, hatte wegen mutmaßlicher schwerer Nebenwirkungen des Impfstoffs geklagt. In ihrem Fall hatte einem Zeitungsbericht zufolge ein Gutachten einen Kausalzusammenhang zwischen den Impfungen und der Erkrankung festgestellt.

Impfungen gegen Gebärmutterhalskrebs werden in der BRD vom Robert-Koch-Institut empfohlen. Seit Jahren wird auch vor Nebenwirkungen gewarnt. Gardasil ist auch in Deutschland seit 2006 auf dem Markt.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2013, Seite 15, Feminismus

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