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Anklage von rechter Motivation überzeugt

Merseburg. Im Prozeß um den mutmaßlich rechtsextremen Überfall auf einen Döner-Imbiß in Mücheln (Sachsen-Anhalt) hat die Anklage am Mittwoch Haft- und Bewährungsstrafen für die drei Angeklagten gefordert. Die Tat hatte aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein fremdenfeindliches Motiv. Der Imbißbetreiber sei unter Hinweis auf die NSU-Mordserie bedroht, von den Angeklagten geschlagen und getreten worden, sagte Staatsanwalt Peter Hübner am Mittwoch vor dem Amtsgericht Merseburg. Anlaß für die Tat im Februar 2012 sei ein Streit um das Rauchverbot in dem Lokal gewesen, der dann eskaliert sei. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Polizei zunächst nicht von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgegangen war.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2013, Seite 2, Inland

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