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Libyen: Milizen töten Demonstranten

Tripolis. Milizen haben in Libyen das Feuer auf Demonstranten eröffnet, die den Rückzug der Kämpfer aus der Hauptstadt Tripolis forderten. Nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Lana wurden dabei zwei Menschen getötet. Augenzeugen berichteten zudem von vier Verletzten. Hunderte Menschen waren nach dem Freitagsgebet zum Hauptquartier der Bewaffneten marschiert, um diese mit friedlichen Mitteln zu vertreiben. Milizionäre aus der Stadt Misrata hätten bei Ankunft der Demonstranten erst in die Luft und dann auf die Demonstranten geschossen, die zum Teil weiße Fahnen bei sich trugen. Viele bewaffnete Gruppen, die während des NATO-Krieges gegen das Land erstarkt waren, tragen noch immer Waffen. Häufig kommt es zwischen den Milizen zu Gewalt. Im Oktober wurde Ministerpräsident Ali Seidan zeitweise von Bewaffneten entführt. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2013, Seite 1, Ausland

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