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Mehr Schutz für Opfer verlangt

Berlin. Aus Anlaß des heutigen Europäischen Tages gegen Menschenhandel hat die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TdF) auf die katastrophale Situation der Opfer sexueller Ausbeutung hingewiesen. Die Regierenden ließen »­Chance um Chance verstreichen«, den Schutz der Betroffenen zu verbessern, heißt es in einer TdF-Presseerklärung dazu. Täter würden nur sehr selten verurteilt. Es sei unverantwortlich, daß die Bundesregierung die EU-Richtlinie 2011/36/EU zur Bekämpfung des Menschenhandels noch immer nicht umgesetzt habe. Auch die TdF-Kampagne »Aufenthaltsrecht für die Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!« sei vom Kabinett bislang ignoriert worden. Fast 46000 Menschen hatten sich im Rahmen dieser Aktion für einen unbefristeten Aufenthaltstitel für Betroffene – unabhängig von ihrer Aussagebereitschaft in Strafverfahren – ausgesprochen. Zuletzt hatte der Bundesrat am 20. September das Gesetzesvorhaben der Koalition von CDU, CSU und FDP gegen Menschenhandel als unzureichend kritisiert. Nun sei die neue Regierung in der Pflicht, so TdF. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2013, Seite 15, Feminismus

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