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Proteste gegen Klinikkollaps

Saarbrücken. Am Sonnabend haben rund 4000 Menschen in Saarbrücken für mehr Personal und eine ausreichende Finanzierung der Krankenhäuser demonstriert. Die Demonstration – zu der die Gewerkschaft ver.di, die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) und viele andere Organisationen aufgerufen hatten (siehe jW vom 10. Oktober) – war den Initiatoren zufolge »die größte Gesundheitsdemonstration, die das Saarland je gesehen hat«. Sylvia Bühler vom ver.di-Bundesvorstand sagte, die Krankenhausbeschäftigten seien an der Grenze ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit angekommen. »Die Arbeitsbelastung ist nicht mehr zumutbar. Die Krankenhäuser brauchen mehr Personal, um die Aufgaben in der geforderten Qualität zu leisten.«

Bewußt hatten ver.di und SKG die Demonstration noch vor Beginn der offiziellen Koalitionsverhandlungen in Berlin angesetzt, um die künftigen Regierungsparteien von Beginn an unter Druck zu setzen. Die Aktion sei »ein starkes Signal«, das von dem kleinen Bundesland im Südwesten an Berlin ausgehe, so Bühler. SKG-Chef Alfons Vogtel kritisierte im Landtag die Ankündigung der großen Koalition im Saarland, die Investitionszuschüsse für die Kliniken um weitere 3,7 Millionen Euro zu kürzen. Die Häuser könnten nicht mehr beim Personal sparen. Wenn es so weitergehe, stehe jede zweite Klinik vor dem Aus. (dab)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2013, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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