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Banken verdienen Geld mit Atomwaffen

Berlin. Insgesamt 7,6 Milliarden Euro haben acht deutsche Finanzinstitute in den Bau von Atomsprengköpfen und in deren Trägersysteme wie Raketen oder U-Boote investiert. Das teilte die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) am Donnerstag laut Berliner Zeitung mit. Die Gruppe bezieht sich auf die Studie »Don’t Bank on the Bomb« der Friedensgruppe IKV Pax Christi. Zwischen 2010 und 2012 hätten weltweit 298 Finanzdienstleister aus 30 Ländern Geschäfte mit Atomwaffenherstellern gemacht. Unter den deutschen Investoren gab mit 3,6 Milliarden Euro die Deutsche Bank am meisten Geld aus, auf Platz zwei und drei landen Commerzbank (1,8 Milliarden) und Allianz (1,1 Milliarden). Inge Höger (Linke) forderte nach Veröffentlichung der Studie ein gesetzlich verankertes Investitionsverbot für Kernwaffen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2013, Seite 1, Kapital & Arbeit

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