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Britanniens Post vor Börsengang

London. Die britische Royal Mail (»königliche Post«) ist vor dem in den nächsten Tagen geplanten Börsengang auf einen Unternehmenswert von 2,6 bis 3,3 Milliarden Pfund geschätzt worden. Damit könnte die Teilprivatisierung, bei der bis zu 60 Prozent der Anteile an dem bisherigen Staatsunternehmen verkauft werden sollen, einmalig knapp zwei Milliarden Pfund (2,35 Milliarden Euro) in die Staatskasse spülen.

Zehn Prozent der Papiere sind für die 150000 Royal-Mail-Beschäftigten vorgesehen. Trotz dieses Angebots wehrt sich die Belegschaft. Die Gewerkschaft ruft zur Urabstimmung über einen Streik auf.

Der Börsengang ist die größte Privatisierungsaktion in Großbritannien seit gut 30 Jahren. In den 1980er Jahren waren unter Premierministerin Margaret Thatcher zahlreiche Staatsbetriebe verhökert worden. Vor dem Verkauf der Royal Mail war jedoch auch sie stets zurückgeschreckt. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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