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Wut über Weltgendarm USA

Washington. US-Soldaten haben am Samstag in Somalia und Libyen Jagd auf hochrangige Islamisten gemacht. Ein US-Regierungsvertreter sagte, in Somalia sei ein Mitglied der Al-Schabaab-Miliz das Ziel gewesen. Die New York Times berichtete, ein Team der US-Eliteeinheit SEAL habe bei einem Angriff auf eine Strandvilla in der somalischen Küstenstadt Barawe einen hochrangigen Anführer der Al-Schabaab gefaßt. Bei einem zweiten Einsatz in Libyen sei es darum gegangen, das Al-Qaida-Führungsmitglied Anas Al-Libi festzunehmen. Diesem wird eine Beteiligung an den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 vorgeworfen.

Die libysche Führung hat den Einsatz scharf kritisiert. Wegen der »Entführung eines libyschen Staatsbürgers« verlange die Übergangsregierung von den US-Behörden Aufklärung, meldete die offizielle Nachrichtenagentur Lana am Sonntag. (Reuters/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.10.2013, Seite 1, Ausland

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