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Ägypten: Verbot der Muslimbruderschaft

Kairo. Zwölf Wochen nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi ist die Muslimbruderschaft in Ägypten für illegal erklärt worden. Ein Gericht in Kairo erließ das Verbot, das für alle Ableger der Organisation gilt, am Montag in einem Eilverfahren. Gleichzeitig beschloß der Richter, das Vermögen und die Immobilien der seit 85 Jahren bestehenden Islamistenbewegung sollten von der Regierung konfisziert werden. Damit steht die Bruderschaft, die in Kairo noch vor drei Monaten den Präsidenten und die Mehrheit der Minister gestellt hatte, schlechter da als unter dem 2011 gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak. Ein dpa-Mitarbeiter sagte, während der Urteilsverkündung sei kein Vertreter der Muslimbruderschaft anwesend gewesen. Die Organisation sei in dem Verfahren aber durch einen Anwalt vertreten worden. Ein Mitglied der Bruderschaft sagte dem Nachrichtenportal Ahram Online, die Organisation wolle Einspruch gegen das Urteil einlegen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2013, Seite 1, Ausland

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