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10.09.2013
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Türkei: Tränengas gegen Protestmarsch
Istanbul. Bei einem Protestmarsch gegen Polizeigewalt in der Türkei hat es am Montag neue Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gegeben. Die Demonstranten hätten versucht, zu einem Gerichtsgebäude im Istanbuler Stadtteil Okmeydani zu ziehen, berichteten türkische Medien. Die Polizei habe dies mit dem Einsatz von Tränengas verhindert. Die Demonstranten warfen Steine und mehrere Brandsätze, hieß es in den Berichten. Sie forderten eine Bestrafung von Polizisten, die für die schwere Verletzung eines 14jährigen Jungen verantwortlich sind. Das Kind liegt seit Juni im Koma, nachdem es von einer Tränengasgranate der Polizei am Kopf getroffen worden war. Menschenrechtsgruppen haben die türkische Polizei wiederholt beschuldigt, mit Tränengasgewehren auf kurze Entfernung gezielt auf Menschen gefeuert zu haben. (dpa/jW)
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