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Spanien: Haftstrafe ­reduziert

Madrid. Der frühere spanische Umweltminister Jaume Matas muß trotz seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen Verwicklung in eine Finanzaffäre vorerst nicht ins Gefängnis. Der Oberste Gerichtshof reduzierte in einem Berufungsverfahren das Strafmaß für den konservativen Politiker von ursprünglich sechs Jahren auf neun Monate. Haftstrafen von unter zwei Jahren werden in Spanien normalerweise zur Bewährung ausgesetzt, sofern keine Vorstrafen vorliegen. Matas war von 1996 bis 1999 und von 2003 bis 2007 Regierungschef der Balearen und von 2000 bis 2003 spanischer Umweltminister. Er war in erster Instanz verurteilt worden, weil er einem Redenschreiber auf illegale Weise knapp eine halbe Million Euro aus der Staatskasse beschafft haben soll. Gegen ihn sind noch andere Verfahren anhängig.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.07.2013, Seite 2, Ausland

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