-
30.05.2013
- → Feuilleton
Erdbeben empfohlen
Im Zusammenhang mit den Beltracchi-Fälschungen ist der Kunsthistoriker Werner Spies von einem Gericht in Frankreich zu hohem Schadenersatz verurteilt worden. Das Zivilgericht der ersten Instanz in Nanterre hat den deutschen Kunstexperten für schuldig erachtet, ein von dem deutschen Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi gefälschtes Max-Ernst-Gemälde für echt erklärt zu haben. Spies wurde zusammen mit einem französischen Galeristen zu 652883 Euro Schadenersatz verurteilt. Dabei ging es um ein vermeintliches Max-Ernst-Gemälde mit dem Titel »Erdbeben«, das der als Max-Ernst-Spezialist geltende Spies, der von 1997 bis 2000 Museumsdirektor im Pariser Centre Pompidou war, für ein Original gehalten hatte. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton