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»Schwarz-Grün« bleibt Option

Hamburg. Vor dem Bundesparteitag der Grünen am Wochenende in Berlin ist in der Partei erneut die Forderung laut geworden, ein Bündnis mit der Union nach der Bundestagswahl nicht kategorisch auszuschließen. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sagte am Dienstag zu stern.de mit Blick auf Rot-Grün und Schwarz-Grün: »Ich traue uns zu, in beiden Konstellationen sehr viel Grün durchzusetzen.« Eine kategorische Absage an Schwarz-Grün wäre nach Ansicht Palmers »sehr unklug«. Die Grünen sollten in der Lage sein, »anhand der eigenen Inhalte mit jeder Partei im Bundestag über eine mögliche Regierung zu reden«. Dennoch will Palmer nichts am Wahlprogramm ändern, das die Koalition mit der SPD als Ziel vorgibt, Schwarz-Grün aber keine komplette Absage erteilt. Das Programm soll auf der Bundesdelegiertenkonferenz am Wochenende in Berlin beschlossen werden. Ein Änderungsantrag sieht vor, die Aussage zugunsten von Rot-Grün zu streichen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2013, Seite 5, Inland

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