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24.04.2013
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Verleger verschnupft über DJV-Forderungen
Berlin. Als »verantwortungslos« hat der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Georg Wallraf, die Forderungen des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) nach sechs Prozent mehr Gehalt für Tageszeitungsredakteure bezeichnet. Anläßlich der Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses des BDZV am Dienstag in Berlin verkündete Wallraf, daß bei einer Umsetzung der Gewerkschaftsforderungen Arbeitsplätze in ernsthaft gefährdet seien. Die Branche befinde sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozeß. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gebe es beim Personalbudget keinen Spielraum, so der Verhandlungsführer. Der DJV hatte angekündigt, den Gehaltstarifvertrag mit dem BDZV sowie den Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Freie fristgerecht zum 31. Juli zu kündigen.
Der DJV-Vorsitzende Michael Konken erklärte dazu, die Tarifabschlüsse der Branche hätten über ein Jahrzehnt nicht gereicht, um die Preissteigerungen auszugleichen. Ebenfalls um sechs Prozent steigen sollten die Honorare der freien Zeitungsjournalisten steigen. (jW)
Der DJV-Vorsitzende Michael Konken erklärte dazu, die Tarifabschlüsse der Branche hätten über ein Jahrzehnt nicht gereicht, um die Preissteigerungen auszugleichen. Ebenfalls um sechs Prozent steigen sollten die Honorare der freien Zeitungsjournalisten steigen. (jW)
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